Title:

Kulturpolitik im Ruhrgebiet am Beispiel Filmtheater

Home
deutsch
  
ISBN: 3897572974   ISBN: 3897572974   ISBN: 3897572974   ISBN: 3897572974 
 
|<< First     < Previous     Index     Next >     Last >>|
  Wir empfehlen:       
 

Die Kinobranche war lange Zeit zumeist regional strukturiert. Kinobetreiber sind, wie erwähnt, oft ortsansässig und –verbunden. Daß diese regionale Konzentration zunehmend aufgebrochen wurde (und wird) ist zum großen Teil eine Folge der Entwicklung der MPe. Von den bis Sept. 1997 in NRW gebauten MPe wurde keines von nordrhein-westfälischen Unternehmen betrieben. Zumindest bis Anfang 1998 war NRW mit 15 MPe (zum Vergleich: Bayern – sechs MPe, Sachsen und Baden-Württemberg – je fünf MPe) auch bevorzugter Standort der MP-Betreiber.

”Unternehmerisch werden Multiplexe eine enge Allianz mit dem Verleih eingehen...”[3] Einige Multiplexbetreiber sind ”global players”, sie machen weltweit Geschäfte. Für sie sind nicht national interessante Filme wichtig, sondern international vermarktbare, die möglichst zeitgleich auf der ganzen Welt Umsätze einspielen. Da das Filmtheater an sich einen Teil des Marketings eines Films ausmacht, wird die Zusammenarbeit zwischen Kinobetreiber und Verleih immer enger. ”Das amerikanische Konzept ist nachzuvollziehen: Die Produktion eines Filmes und das Marketing eines Filmes sind zwei Seiten eines Erfolges. Der Erfolg ist dann am wirtschaftlichsten machbar, wenn die Starttermine der großen amerikanischen Filme weltweit zusammengelegt werden.”[4] Die Flebbe-Gruppe hatte eine Zeitlang mit dem Impuls-Verleih einen eigenen Verleih.


III) Besucher

Der Besucheranteil der MP am Gesamtkinobesuch stieg von 1991 mit 3,2% auf 14,6% im Jahre 1996. Im Zeitraum Januar 1997 bis September 1997 entfielen bereits 21,5% der Kinobesucher auf diese Kinos.

Aussagekräftiger dürften allerdings die Zahlen in den Multiplexregionen (ein Gebiet mit einem Radius zwischen 20 und 30 km um das untersuchte MP) sein. Hier stieg beispielsweise der MP-Besucheranteil in den Regionen der ersten Generation von 34,8% im Jahre 1991 auf 67,6% im Jahre 1996.

Die FFA hat 1997 eine Indexrechnung aufstellen lassen, die die Besucherzahlen von Umfeldkinos und MPe der ersten vier Generationen erfaßt. Hier ist festzustellen, daß die Besucherzahlen der Umfeldkinos zugunsten der MPe vor allem bei den Kinos der ersten Generation zwischen 1990 und 1996 stark zurückgegangen sind (siehe Grafik 1)[5].

Die Indexberechnungen für die folgenden Generationen sind aufgrund der hohen zeitlichen Streuung der Eröffnungen der MPe (zweite Generation) und der kurzen Verlaufszeiten der Entwicklung (dritte und vierte Generation) nicht so aussagekräftig wie die Darstellung der ersten Generation. Es läßt sich aber feststellen, daß die MPe der ersten Generation auch die größten Besucherzuwächse realisieren.

Grafik 2)[6] zeigt den Anteil der MP-Besucher an der Gesamtkinobesucherzahl in den einzelnen MP-Regionen in %.

Zusammengefaßt läßt sich sagen, daß die MPe im Verlauf starke Besucherzuwächse aufweisen konnten. Die Besucherentwicklung der Umfeldkinos ist in verschiedenen Ausprägungen insgesamt rückläufig. Zum Teil kam es zu Schließungen von Kinosälen die wirtschaftlich nicht mehr überleben konnten.

  
100 Jahre Brücke
Sonstige Artikel:
Alpmann-Cards Handels- und Gesellschaftsrecht: 37 Karteikarten
Wirtschaftsstrafrecht: Einführung und Allgemeiner Teil
Mal kurz unsterblich
von Regner
 
   
 
     
|<< First     < Previous     Index     Next >     Last >>| 

Back to the topic sites:
SchoolLecture.com/Startseite/Gesellschaft/Kultur
StudyPaper.com/Startseite/Gesellschaft/Kultur/Kunst
StudyPaper.com/Startseite/Gesellschaft/Kultur/Kunst/Kinematographie

External Links to this site are permitted without prior consent.
   
  Home  |  deutsch  |  Set bookmark  |  Send a friend a link  |  Copyright ©  |  Impressum