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Kulturpolitik im Ruhrgebiet am Beispiel Filmtheater

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Die FFA teilt diese MPe in Generationen (abhängig vom Zeitpunkt der Eröffnung) ein:
  • 1990 bis 1991 eröffnete MPe (1. Generation) – insgesamt sechs
  • 1992 bis 1994 eröffnete MPe (2. Generation) – insgesamt sechs
  • 1995 eröffnete MPe (3. Generation) – insgesamt fünf
  • 1996 eröffnete MPe (4. Generation) – insgesamt 13 [1]

Per Ende Juni 1998 verdoppelte sich diese Zahl, es waren nun bereits 60 MPe mit insgesamt 570 Leinwänden. Die 22 1997 eröffneten werden nun als 5. Generation, die acht 1998 eröffneten als 6. Generation eingeteilt. Diese Einteilung ist jedoch vollkommen willkürlich gewählt, es gibt eigentlich keinen zwingenden Grund die Kinos so und nicht anders einzugruppieren.

Als Umfeldkinos werden im folgenden die traditionellen Kinos und Kinocenter in einer MP-Region bezeichnet. Es ist leicht einzusehen, daß die MP-Entwicklung direkten Einfluß auf die Umfeldkinos hat, sei es in wirtschaftlicher Hinsicht als auch im daraus resultierenden Druck auf die Umfeldkinobetreiber ”nachzuziehen”.

Weitere Entwicklungen sind die sogenannten Mini- und Megaplexe. Ein Miniplex ist ein kleineres Kino des MP-Typs mit vier bis sechs Sälen (wie z.B. das Maxx der Flebbe-Gruppe in München); ein Megaplex (das meines Wissens in Deutschland bislang nur theoretisch existiert, wenngleich das Cinemaxx in Essen (16 Säle) oder das UCI in Bochum (18 Säle) vielleicht schon zu diesem Typ gezählt werden können) ist analog ein riesiges MP.


II) Betreiber

Die MPe verteilten sich 1997 auf insgesamt 16 verschiedene Unternehmen.
  1. Die Flebbe-Gruppe mit insgesamt neun MPe.
  2. Die UFA-Gruppe und UCI mit jeweils fünf MPe.
  3. Warner und Kieft mit jeweils vier MPe.
  4. Die Firmen Kinopolis und Rehs mit jeweils zwei MPe.
  5. Constantin, Extra, Omniplex, Weber, Vollmann, Thomas, Spickert, Paffrath sowie die Sailer GmbH mit je einem MP.

(Stand: September 1997 – Mindestens eines dieser Unternehmen (Warner) hat sich seither aus dem MP-Markt zurückgezogen und seine Kinos in Deutschland verkauft.)

”Die Kinolandschaft ist voller Ungleichmäßigkeiten. ... In ihr gibt es weder in unternehmerischer Hinsicht jene konzentrierten Strukturen, wie sie in anderen Medienbranchen üblich sind, noch gibt es in ihr eine erkennbare raumbezogene Versorgungsordnung, nach der alle Menschen eine ähnliche Chance hätten, ihr Kino zu erreichen.
Manche Eigentümlichkeiten der Kinobranche und manche Auffälligkeit der Kinolandschaft kann nur aus der Geschichte erklärt werden. ... In vielen Städten ist der Kinomarkt monopolisiert; die dort vorhandenen Kinos gehören alle zu einer Unternehmensgruppe. ... Art und Verbreitung der Kinos hängen oft von Zufällen und Biographie der Betreiber ab.”[2] Hans – Joachim Flebbe begann beispielsweise 1974 mit der Programmgestaltung des Apollo – Filmtheaters in Hannover bis er drei Jahre später sein erstes eigenes Kino ebenda eröffnete. Die Cinemaxx - Gesellschaft wurde 1989 gegründet und besaß Ende 1998 20 Multi- und Miniplexe und 14 traditionelle Kinocenter.
  
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